Ora et labora – Benediktinerkloster Disentis
Im Rhythmus des Glockenschlags
Ein halbes Jahr nach dem Eintritt in ein Kloster legt der Mönch seine alltägliche Kleidung ab und zieht ein schwarzes Ordensgewand an: Damit ändert sich auch die Form seines bisherigen Lebens grundlegend. Dies zeigt sich insbesondere an der klaren Tagesstruktur im Wechselspiel von gemeinsamen Gebetszeiten und dem Verrichten alltäglicher Arbeiten - Ora et labora.
Das Leben eines Mönchs ist durch regelmässige Gebetszeiten strukturiert. Das Essen wird von Lesungen begleitet und endet mit einem gemeinsam gesprochenen Gotteslob. Auch in der profanen Welt klingelt der Wecker meistens zur gleichen Zeit oder das Zumba-Training beginnt pünktlich. Anhand der Struktur eines Tagesgebetes wird der Frage nachgegangen, welchen Stellenwert festgefügte Formeln für die Kommunikation im Alltag haben.
Das Angebot beinhaltet zudem Einblick in ein konkretes Tätigkeitsfeld eines Mönchs und den Aufstieg auf die beiden Glockentürme, um den Kopf zu lüften und das Erlebte auf sich wirken zu lassen.